Tower Bridge Exhibition – die Brücke erleben

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Zur Tower Bridge Exhibtion geht´s ins Innere der Brücke – Foto: Holger Schossig

Sie ist eines der Wahrzeichen von London und wohl eine der schönsten Brücken weltweit: die Tower Bridge. Erbaut wurde die Brücke, die eine Kombination aus Hänge- und Klappbrücke ist, Ende des 19. Jahrhunderts. Eröffnung war im Jahr 1894. Seitdem verbindet sie als östlichste Brücke Londons die Stadtteile Tower Hamlets und Southwark. Die Brücke ist 244 Meter lang, ihre beiden Brückentürme sind 65 Meter hoch.

Für viele ist das Öffnen der Brücke eine Attraktion – was ich nie so ganz verstehe, aber bitte. Da die Themse nur noch touristisch genutzt wird und die meisten Schiffe, die hier verkehren, klein genug sind, um unter der Brücke durchzufahren, wird sie nur noch selten geöffnet. Was auch immer selten bedeutet, denn es sollen immer noch rund 800 Mal im Jahr sein. Geöffnet werden kann sie in einem Winkel von bis zu 86 Grad, was aber nur noch für große Kreuzfahrtschiffe erforderlich ist. Da in London der Schiffsverkehr vor dem Straßenverkehr Vorrang hat, müssen bei einer Öffnung Autos, Busse & Co. eben warten.

Die Geschichte der Brücke

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In den oberen Fußgängerbrücken kann man viel lernen – Foto: Holger Schossig

Vom bloßen Davorstehen erfährt man noch nichts über die Tower Bridge. Man kann sie bestaunen und fotografieren, aber wie sie entstand, wie sie betrieben wurde und wie die Technik heute funktioniert – all das kann man im Innern der Brücke bei der Tower Bridge Exhibition erfahren. Dabei begibt man sich über den einen Turm in eine Höhe von ca. 55 Metern. Dort kann man über die ehemaligen Fußgängerbrücken in den anderen Turm gelangen, der einen dann am Ende der Ausstellung wieder nach unten bringt. Achtung: Man sollte gut zu Fuß sein, denn es geht zahlreiche Stufen nach oben. Wie viel, das weiß ich leider nicht mehr, aber es sind einige.

Das Erklimmen lohnt sich, denn die Ausstellung ist sehr gut gemacht und wird interessant und spannend erzählt. Unter anderem erfährt man, dass über 430 Arbeiter acht Jahre beschäftigt waren, die Tower Bridge zu bauen. Betrieben wurden die sogenannten Baskülen, also die Wippen, damals mit Dampfkraft, um die Brücke zu öffnen, seit 1976 wird dies mit Öl und Strom erledigt. Die originalen Pumpmaschinen kann man im Zuge der Ausstellung besichtigen. Dort, wo sich heute die Ausstellung befindet, waren einst Fußgängerübergänge, die genutzt werden konnten, wenn die Brücke geöffnet war. Diese wurden jedoch bereits 1910 wieder geschlossen, da sie nicht angenommen wurden. Man wartete lieber, bis sich die Brücke wieder schloss, bevor man die Strapazen des Treppensteigens auf sich nahm.

Dies und noch so einiges mehr ist in der Tower Bridge Exhibition zu erfahren. Zu erreichen ist die Brücke von der U-Bahn-Haltestelle Tower Hill aus, die von der Circle Line und der District Line angefahren wird. Um zur Brücke zu gelangen, laufen Sie einfach um den Tower herum und stehen schon vor diesem herrlichen Bauwerk. Der Eintritt kostet acht Pfund pro Person, was durchaus gerechtfertigt ist. Übrigens: Wer vollkommen kostenlos die Ausstellung besuchen möchte, der hat die Möglichkeit, sich einen London Pass zuzulegen. Dieser bietet viele weitere Attraktionen, die man kostenlos und bevorzugt besichtigen kann – und das zu einem sensationellen Preis.

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