Hyde Park – Auszeit von der Millionenmetropole

Unsere Empfehlung: 4 von 5 Sternen SternSternSternSternStern-1

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Zur Erholung in den Hyde Park – Foto: Holger Schossig

Bei uns in Deutschland würde man bei zu viel Stress sagen: Einfach mal raus. In London sagt man wohl: Einfach mal rein. Rein in den Hyde Park. Rein in die grüne Lunge Londons, die seit mehr als 1.000 Jahren das Naherholungsgebiet für die Bevölkerung ist und Scharen von Touristen anzieht. Der Hyde Park ist einer der größten innerstädtischen Parks der Welt und ist mit seinen 2,5 Quadratkilometern sogar größer als das Fürstentum Monaco (nur 2,02 km²). Allerdings auch nur dann, wenn man die Kensington Gardens mit dazurechnet. Dies ist im Grunde genommen ein eigenständiger Park, liegt aber so am Hyde Park, dass es wie ein großer Park erscheint – lediglich durch eine Straße, den West Carriage Drive, getrennt.

Flanieren, Beobachten, Zuhören

Egal zu welcher Jahreszeit, der Hyde Park ist eigentlich immer einen Abstecher wert. Ob man lediglich an der Stirnseite zur Park Lane entlang schlendert, ob man sich etwas länger Zeit nimmt und am Serpentine Lake die Enten und Schwäne beobachtet oder ob man am Wellington Arch, der sich am nordöstlichen Ende des Parks befindet und einst den Eingang zum Hyde Park bildete, den Speakers lauscht. Denn dort kann jeder, der etwas zu sagen hat – oder auch nicht – das Wort ergreifen. Der Speakers´ Corner existiert bereits seit 1872 und wurde mit Parlamentsbeschluss genehmigt. Hier kann wirklich jeder über alles sprechen – naja, über fast alles, denn ein Thema ist tabu: Die Queen mit königlicher Familie.

Picknick, Schwimmen und Konzerte

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Hat man was zum Essen, hat man bald mehrere dieser Gäste – Foto: Holger Schossig

Im Sommer finden jährlich zahlreiche Konzerte statt, zu den Olympischen Spielen wurden sogar Wettkämpfe im Hyde Park abgehalten und auch Papst Benedikt XVI. war hier schon zu Gast. Ansonsten kann man unterschiedlichen Freizeitmöglichkeiten nachgehen. Im See ist nicht nur Schwimmen und Rudern erlaubt, sondern auch Fischen. Bowlen kann man ebenso, wie Reiten und natürlich Picknicken. Achtung, die Eichhörnchen sind hier so frech, dass Sie ganz schnell ungebetene Picknickgäste haben könnten. Aber sie sind recht anständig, zumindest fressen sie aus der Hand.

Der Hyde Park ist am einfachsten über die U-Bahn-Stationen Lancaster Gate bzw. Marble Arch mit der Central Line und Hyde Park Corner  mit der Piccadilly Line zu erreichen.

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