Highgate – ländlicher Charakter mitten in London

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Sehenswert: der Highgate-Cemetery – Foto: Holger Schossig

Ist London schon ein teures Pflaster, ist es der Stadtteil Highgate erst recht. Dies mag vor allem mit seinem ländlichen Charakter zusammenhängen. Bis zum Ende der viktorianischen Zeit, also bis Anfang des 20. Jahrhunderts, gehörte Highgate noch gar nicht zu London, sondern war eigenständig. Vermutlich aus diesem Grund glaubt man bei einem Besuch im Norden Londons auch nicht unbedingt, in einer Millionenmetropole zu sein.

Promis, Sprachkurse und ein Friedhof

Wer sich schon ein bisschen mit London beschäftigt hat, der wird Highgate mit mehreren Dingen in Verbindung bringen. Zuerst einmal mit den zahlreichen Promis, die hier wohnen. Wundert Euch also nicht, wenn Ihr mal durch Highgate schlendert und Euch Pierce Brosnan, Bob Hoskins, Ewan McGregor, George Michael oder Kate Moss über den Weg laufen.

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Viele kleinere Parks, wie hier der Waterlow Park, sorgen für den ländlichen Charakter. Foto: Holger Schossig

Bekannt ist Highgate aber auch für die Highgate School. Auch hier drückten zahlreiche Promis die Schulbank, wie etwa der Lyriker T. S. Eliot, der Komponist John Rutter, der Schauspieler Geoffrey Palmer und der Politiker Charles Clarke. Was liegt da ferner, als genau hier eine Sprachschule zu eröffnen? Die Sprachschule London-Highgate (hier die deutsche Vertretung) gibt es bereits seit 1955. In einer ruhigen und grünen Umgebung, fern ab von Stress und Hektik der Großstadt, werden hier Sprachkurse angeboten, von denen jeder profitieren kann. Direkt an der Quelle lernt man so um einiges leichter die englische Sprache und kann das Erlernte auch gleich in der City anwenden. Beim Shoppen, im Theater oder im Pub.

Oder bei der Besichtigung des Friedhofs! Als wir Highgate zum ersten Mal besucht haben, war unser Ziel der Highgate Cemetery. Ein Friedhof? Und deshalb fährt man extra nach Highgate? Ja, denn der Highgate Cemetery ist ein ganz besonderer Friedhof. Auch wenn man glaubt, er sei schon viel älter, er entstand erst im 19. Jahrhundert, als die Kapazitäten in London zu klein wurden. Er hat neben „gewöhnlichen“ Grabsteinen auch mehrere Mausoleen, Katakomben und Kapellen. Das aber wirklich Besondere ist – für den Stadtteil schon wieder gewöhnlich – dass hier zahlreiche Persönlichkeiten begraben sind. Darunter z.B. Karl Marx oder Malcolm McLaren. Ein Spaziergang über den Friedhof, der in zwei Bereiche aufgeteilt ist, ist auf jeden Fall sehenswert. Achtung: Beide Bereiche kosten Eintritt, der westliche Teil ist nur innerhalb einer Führung zu besichtigen.

In Verbindung mit einer Sprachreise oder einem längeren Aufenthalt in dieser fantastischen Stadtteil Londons für uns eine echte Alternative.

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